Rechtliches: Einreichplan und Bebauungsdichte

Dezember 9, 2018 Exenberger Markus

Einreichplan auf der Gemeinde

Testweise war ich auf der Gemeinde und wollte einmal fragen, ob es denkbar sei, ein Tiny House auf einem Baugrundstück aufzustellen. Bei uns wurde ein Grundstück verkauft, welches 800m2 gross ist und eine Bebauungsdichte von 0,2-0,4 aufweist. Üblicherweise müsste ich also mehr als 160m2 (800 x 0,2 = 160) als Wohnfläche verbauen. Meine Frage an den Leiter des Bauamtes war: Ist es denkbar, dass ich offiziell ein 25m2 Haus mit Einreichplan und allem PiPaPo auf dieses Grundstück stelle?

JA - aber dazu wäre es nötig, dass ein Sachverständiger, sprich ein Ortsplaner, einen Antrag auf Unterschreitung der Bebauungsdichte genehmigt. Danach könnte man, unter Einhaltung einiger Richtlinien wie mindestens 2,4 Meter Rauminnenhöhe, einen Einreichplan von einem Baumeister oder Architekten zeichnen lassen.

Dieser Antrag kostet ein paar hundert Euro, aber ich denke, dass es möglich ist, die Durchführbarkeit im Vorraus zu prüfen - sprich dass man dieses Geld nicht umsonst investiert. Dann stünde einem Bauvorhaben nichts mehr im Wege. Allerdings sind hier die Richtlinien von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich - aber wo ein Wille, da ein Weg!

§ 4

Unterschreitung

Eine Unterschreitung der in einem Flächenwidmungsplan oder im § 2 festgelegten Mindestwerte ist nach Einholung eines Gutachtens eines Sachverständigen auf dem Gebiet der Raumplanung zulässig, wenn dem städtebauliche Gründe, Gründe im Sinne des Ortsbildschutzes oder naturräumliche Gegebenheiten und sonstige öffentliche Belange nicht entgegenstehen.