Ach du lieber Schimmel

Dezember 22, 2018 Exenberger Markus

Schimmel ist kein Mysterium!

Da ich zu faul bin alles nochmal zu schreiben, kopiere ich einen Text von DIMaGB, Berlin und werde diesen kommentieren (siehe unten).

Generell entsteht Schimmel, wenn immer wieder Kondenswasser an zu kühlen Stellen (Wand, Boden, Ecken..) im Innenraum ausfällt. Interessant bei der Entstehung sind

  1. Raumtemperatur
  2. Temperatur der Wand oder des Bauteiles (auch Fenster etc)
  3. Luftfeuchtigkeit

Messen und analysieren kann man mit

  1. Hygrometer und Thermometer (ca 10 Euro)
  2. Laserpointer mit Temperaturmessung (ca 15 Euro)
  3. Taupunkttabelle
  4. Analyse des Wand/Boden/Deckenaufbaus + Außentemperatur + Dämmung (gratis, das muss so oder so jeder über sein Haus wissen - ansonsten kann man dies analysieren)

 

10 Goldene Regeln gegen Schimmelpilz


Richtig Heizen und Lüften
Richtiges Lüften beim Heizen

 

  1. Eine fachgerechte Bekämpfung von Schimmelpilzen ist technisch machbar, aber oft sehr teuer. Deshalb ist Prävention wichtig. Auch nach erfolgreicher Schimmelbekämpfung sind die vorbeugenden Maßnahmen unerlässlich. mein Kommentar: Teuer muss es nicht sein, man muss nur die Sache analysieren, messen und dann Maßnahmen auf die Situation und die darin lebenden Menschen abstimmen. zb müssen Automatismen gefunden werden, wenn die Besitzer das Haus oftmals leer stehen lassen. 
  1. Verringern Sie das Nahrungsangebot für den Schimmel. Dazu gehören Tapeten, Tapetenkleister, Textilien und Holz – aber auch Hausstaub. Kommt Feuchte durch Kondensation (Tauwasserbildung) hinzu, ist das Schimmelpilzwachstum vorprogrammiert. Bedenken Sie, dass Sporen überall unsichtbar herumfliegen. -- mein Kommentar: Verwenden wir Naturmaterialien wie am besten Kalk, aber auch Lehm, Holz, Glas etc dann geben wir dem Schimmel so wenig Nährboden wie möglich. Auch beim Rigips ist ansich nicht der Gips ansich das Problem, sondern die Kartonbeschichtung. 
  1. Trennen Sie in der Wohnung „warm“ und „kalt“ bzw. „feucht“ und „trocken“, damit keine feuchte warme Luft in kältere Räume zieht und dort kondensiert (Tauwasserbildung an kühlen Flächen). Das bedeutet: Türen zu. mein Kommentar: Türen zu geht in Tiny Houses oftmals nicht, aber was hier beschrieben wird ist folgendes:Kondenswasser als Vorraussetzung für Schimmel kommt erst dann, wenn ein paar Komponenten zusammenkommen. Also feuchtwarme Luft und zb kalte Wand oder Fenster
  1. Überwachen Sie die Raumluftfeuchte, ein billiges Hygrometer aus dem Bau- oder vom Flohmarkt genügt – das Optimum liegt bei 50% rel. LF. Es gibt auch viel teurere Geräte, gemessen werden immer nur Feuchte und Temperaturen. mein Kommentar: Ja und ich würde gleich 2-3 Stück davon bestellen und an gefährdeten Stellen aufstellen. Es gibt auch solche Hygrometer, welche in der Nacht Messdaten nehmen - vorallem im Schlafbereich interessant, wieviel Wasser wir verlieren und wie sich das alles bei Nachtkälte verhält. Zb wie sehr kühlt die Aussenwand um 04:00 in der Früh ab, wenn es draussen minus 3 Grad hat.
  1. Bedenken Sie, wer und was alles Wasser abgibt (Atmen, Kochen, Duschen, Pflanzen, Aquarium …), das von der Luft aufgenommen werden muss. Warme Luft kann viel Wasserdampf aufnehmen, die Luftfeuchte steigt, absolut und relativ. Zur Kontrolle: siehe 4. Kühle Flächen führen zu Kondensat, wenn die Taupunkttemperatur unterschritten wird. mein Kommentar: Unterstützend können Lehmflächen eingesetzt werden, diese können auf die Raumfeuchte regulierend wirken.
  1. Lüften bewirkt zwar Lüftungswärmeverluste, ist aber aus hygienischen Gründen unerlässlich. Der Austausch von warmer feuchter Luft gegen kalte trockene Luft senkt die relative Luftfeuchte im Raum. Zur Kontrolle: siehe 4. Haben Sie keine übertriebene Angst vor zu hohen Energieverlusten. Bedenken Sie dabei: um trockene Luft auf Temperatur zu halten, ist weniger Heizenergie erforderlich als bei feuchter Luft. mein Kommentar: 2-3x/Tag gut querlüften. Alleine schon wegen der frischen Luft.
  1. Unterlassen Sie das falsche Kipplüften. Der Luftaustausch ist ungenügend und eher erfolgt ein Auskühlen als ein richtiger Lüftungserfolg. Den hartnäckigen Kipplüfter erkennt man daran, dass sich an der Fassade über dem Fenstersturz Schlieren von Schimmelpilz bilden. Wenn möglich, lüften Sie quer, ansonsten ist Stoßlüften angesagt.
  1. Wand- und Deckenflächen müssen erwärmt werden, um nicht unter die Taupunkttemperatur zu fallen. Ganz ohne Heizen geht das nicht. Vermeiden Sie es, Möbel ganz nah an Außenwände zu stellen, weil dann weder Wärmestrahlung noch Luftzirkulation (Konvektion) dort hinkommen. mein Kommentar: Es gibt viele Arten zu heizen, mit jeweiligen Vor und Nachteilen. Die Aufzählung wäre hier zu lange, aber an markanten Stellen kann man sich helfen, wenn man eine Bauteilheizung verbaut oder ein Heizkabel in die Ecke zwischen Boden und Wand verlegt. (ein Elektrosmogarmes versteht sich)
  1. Wenn neue Fenster eingebaut werden, sind sie in aller Regel hermetisch dicht. Entweder passen Sie Ihre Lüftungsgewohnheiten an oder Sie sorgen für anderweitigen Luftwechsel. Das Herausnehmen von Gummilippendichtungen ist die einfachste Variante, es geht aber auch kontrollierter und teurer. mein Kommentar: Das sehe ich nicht so. Gummidichtungen drinnen lassen, den Luftzug ist für das Raumklima gaaanz schlecht. Lieber Luftfeuchte reduzieren, mit Lehm arbeiten, querlüften, die Luft entfeuchten, richtig heizen, Problemstellen erkennen und Maßnahmen ergreifen uvm
  1. Ist es erst einmal zu Schimmelpilzbefall gekommen, ist es wichtig die Ursachen abzustellen. Teure Analysen zur Bestimmung der Schimmelpilzart helfen nicht wirklich weiter, denn gesundheitsschädigend bzw. giftig sind sie alle. Eine Ursachenermittlung und Ursachenbeseitigung hilft Ihnen weiter. Sprechen Sie ein zertifiziertesFachunternehmen an. mein Kommentar: Ursachen abstellen, den alten Schimmel mit Chlor oä vernichten, abputzen, entfernen und ev neu ölen oder mit kalk streichen etc. Eine Schimmelanalyse ist in seltenen Fällen nötig. 

DIMaGB, Berlin
15.03.2008